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Bohnenreis

Baghali Polo

‌Baghali Polo Mahicheh chefofpersia

Reisgericht mit Bohnen und frischem Dill

1.006 mal gesehen

Reis: 200 g
Saubohnen: 150 g
Dill: 50 g
Lammhaxe: 0.5 kg
Zwiebeln: 2
Knoblauchzehe: 1
Kurkuma: 1 TL
Koriandersamen: 1 TL
Safranaufguss: 2 EL
Zimtstange: 1
Kardamom: 0.5 TL
Lorbeerblätter
Saltz
Pfeffer

Baghali Polo Rezept

  1. Reis in Salzwasser einweichen

    Wir geben den Reis in eine Schüssel, fügen Salz hinzu und bedecken ihn mit kaltem Wasser. Dann lassen wir ihn mehrere Stunden einweichen. Dadurch verkürzt sich nicht nur die Garzeit, sondern die Reiskörner werden nach dem Karen auch schön lang und locker. Das Salz sorgt zusätzlich dafür, dass die Reiskörner beim Kochen nicht zerbrechen.

    Welche Reissorte eignet sich am besten für Baghali Polo?
    Persischer Reis ist ideal. Alternativ kann auch Basmatireis verwendet werden.

  2. Safranaufguss vorbereiten

    Safranfäden werden nicht direkt verwendet – sie müssen zunächst als Aufguss zubereitet werden. Dafür nehmen wir ein paar Safranfäden und zerstoßen sie in einem kleinen Mörser. Anschließend geben wir das feine Safranpulver in ein kleines Einmachglas oder eine Kanne. Jetzt kommt ein Eiswürfel dazu. Sobald dieser geschmolzen ist, gießen wir etwas heißes Wasser darüber, verschließen das Glas und lassen den Aufguss wie Tee ziehen. So entsteht ein leuchtend roter Safranaufguss mit intensivem Duft.

    Hinweis: Falls kein Mörser zur Hand ist, kann der Safran auch mit einem stabilen Gegenstand wie dem Griff eines Messers zerdrückt werden.
  3. Fleisch mit Kurkuma, Pfeffer, Koriandersaat und Safran marinieren

    Das Fleisch wird zunächst mit Kurkuma, Pfeffer, Korianderpulver und unserem Safranaufguss gewürzt. Anschließend wird es sanft massiert, damit die Gewürze gut einziehen können. Im Iran wird dieses Gericht traditionell mit Lammhaxe zubereitet. Alternativ eignen sich je nach Geschmack auch Kalb, Pute oder Strauß; sogar Hähnchen oder Fisch funktionieren – dann verkürzt sich die Garzeit deutlich.

    Kann man Baghali Polo auch vegetarisch/vegan zubereiten?
    Ja. Früher wurde zum Servieren oft ein Spiegelei auf den Reis gesetzt – ganz ohne Fleisch. Außerdem lässt sich der Reis sehr gut mit einer der vielen persischen Kuku-Varianten servieren.

  4. Zwiebeln, Knoblauch und Fleisch in den Topf geben

    Wir nehmen einen großen Topf. Die Zwiebeln werden in feine Streifen geschnitten und auf dem Topfboden verteilt. Jetzt streuen wir etwas Salz darüber und legen die marinierten Haxen ein. Von oben kommt noch etwas schwarzer Pfeffer dazu. Dann ergänzen wir ganze Knoblauchzehen – je nach Vorliebe mit oder ohne Schale. Dazu kommen traditionell Lorbeerblätter und ein paar Kardamomsamen, die dem Gericht ein besonderes Aroma verleihen. 

    Variante: In manchen Regionen Irans kommt an dieser Stelle noch etwas Tomatenmark zum Fleisch, was der Sauce eine andere Farbe und eine leichte Süße verleiht.

  5. Mit etwas Butter langsam schmoren, bis das Fleisch zart ist

    Wir geben etwas Butter in den Topf, schließen den Deckel und lassen die Haxen bei milder Hitze langsam schmoren, bis sie vollständig gar und sehr weich sind. Dafür wird ungefähr 2 Stunden eingeplant; mit einem Schnellkochtopf verkürzt sich die Zeit deutlich. Etwa eine halbe Stunde vor dem Gar-Ende kommt noch ein wenig Safranaufguss dazu – ein kleiner Rest sollte für den Reis zurückbehalten werden. Zum Schluss wird das Salz abgeschmeckt und der Deckel wieder aufgelegt, bis das Fleisch butterzart ist.

    Variante (Restaurant-Stil): Bekannt ist auch die Zubereitung in heißem Öl, speziell in Mashhad. Dabei wird die marinierte Haxe in einen Topf gegeben und so viel Öl angegossen, dass sie umschlossen ist; das Öl wird erhitzt, bis es sprudelnd kocht und das Fleisch bräunt. Aufgrund der großen Ölmenge ist diese Methode für die heimische Küche weniger geeignet.

  6. Frische Saubohnen (Baqali) schälen und kurz blanchieren

    Während unser Fleisch kocht, kümmern wir uns um den Reis. Die Bohnen werden aus der Schote gelöst und geschält. In einem Topf setzen wir etwas Wasser mit etwas Salz auf. Sobald es kocht, geben wir die Bohnen hinein und blanchieren sie für einige Minuten, bis sie zart sind. Anschließend werden sie in einem Sieb abtropfen gelassen. Die Bohnen werden später in den Reis geschichtet.

    Tipp: Frische Baqali sind nicht immer verfügbar. Deshalb werden sie in der Saison oft gekauft, geputzt und eingefroren, um sie das ganze Jahr über nutzen zu können. In iranischen Supermärkten gibt es außerdem getrocknete Baqali, mit denen Baghali Polo ebenfalls gelingt. Wer getrocknete Bohnen verwendet, weicht sie vorab einige Stunden in Wasser ein. So bleiben die Bohnen im Reis in Form. Ungeweicht hinzugegeben verlieren sie beim Garen ihre Form.

  7. Frischen Dill fein schneiden

    Den Dill waschen wir, schütteln ihn trocken und schneiden ihn fein. Er wird später in den Reis geschichtet.

    Tipp: Wie du Kräuter einfach und professionell schneiden kannst, erfährst du in unserem Artikel „5 Kochtipps aus unserer Kochshow“.

  8. Reis halbgar kochen und abgießen

    Das Einweichwasser wird gewechselt und der Reis in reichlich Wasser bei mittlerer Hitze vorgekocht, bis er außen weich und innen noch leicht kernig ist. Danach gießen wir den Reis in ein Sieb ab.

  9. Topf für Tahdig vorbereiten und Reis mit Bohnen und Dill schichten

    Der Topfboden wird großzügig mit Öl benetzt. Für den Tahdig kommt je nach Vorliebe ein dünnes Fladenbrot wie Lavash, ein paar dünne Kartoffelscheiben oder eine flache Schicht Reis hinein. Nun schichten wir abwechselnd eine Lage Reis, etwas Baqali und etwas Dill in den Topf, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Der Topf sollte nicht zu klein sein; für etwa zwei Portionen eignet sich ein Topf mit ungefähr 20–22 cm Durchmesser.

  10. Mit Löchern für Dampfzirkulation versehen und Deckel abdichten

    Wir stechen mit dem Stiel eines Löffels einige Löcher bis zum Topfboden in den Reis. Dadurch kann der Dampf besser zirkulieren und der Reis gart gleichmäßig. Der Topfdeckel wird mit einem sauberen Küchentuch umwickelt oder es wird ein Stück Backpapier untergelegt, damit keine Kondensflüssigkeit zurück auf den Reis tropft.

  11. Reis dämpfen lassen und Tahdig bilden

    Jetzt wird der Topf bei niedriger Hitze auf den Herd gesetzt und der Reis sanft gedämpft, bis er vollständig gar und locker ist; die Dauer richtet sich nach der Menge. So entsteht zugleich am Boden eine goldbraune, knusprige Kruste, der Tahdig.

    Tipp: Wie du perfekten persischen Reis mit Tahdig zubereitest, erfährst du in unserem Artikel „Reis auf persische Art“.
  12. Reis mit Butter und Safran verfeinern

    Nach dem Dämpfen schmelzen wir etwas Butter, beträufeln den Reis damit und lockern ihn vorsichtig mit dem Reislöffel. Eine kleine Portion Reis wird in einer Schüssel mit etwas Safranaufguss vermischt, damit später eine farbige Garnitur entsteht.

  13. Baghali Polo servieren

    Der Reis wird auf einer Platte angerichtet und mit dem safranfarbenen Reis dekoriert. Die Haxen kommen separat in eine Schüssel. Zwiebeln und Knoblauch, die beim Schmoren karamellisiert sind, werden aus dem Bratensatz gehoben und in einer kleinen Schale neben dem Reis serviert.

    Suchst du noch mehr Inspiration? Auf unserer Rezeptseite findest du eine große Auswahl an persischen Gerichten. Mit der Filterfunktion lassen sich passende Rezepte für jeden Anlass schnell finden. Wer tiefer in die persische Küche eintauchen möchte, findet in der „Chef of Persia Akademie“ den idealen Einstieg.

Reis: 200 g
Saubohnen: 150 g
Dill: 50 g
Lammhaxe: 0.5 kg
Zwiebeln: 2
Knoblauchzehe: 1
Kurkuma: 1 TL
Koriandersamen: 1 TL
Safranaufguss: 2 EL
Zimtstange: 1
Kardamom: 0.5 TL
Lorbeerblätter
Saltz
Pfeffer

Eine Portion Baghali Polo enthält 1500 Kcal

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Wo kann man Baghali Polo bestellten?

Du möchtest wissen, wo du dieses Gericht probieren kannst? Wir haben recherchiert und herausgefunden, welche Lokale dieses Gericht (oder eine Variante davon) auf ihrer Speisekarte führen. 

Erwähne beim Bestellen Chef of Persia!

Was ist Baghali Polo?

Baghali Polo (باقالی پلو) ist ein Reisgericht mit dicken Bohnen und frischem Dill, das häufig mit geschmortem Lammfleisch serviert wird. Die Saubohnen oder Favabohnen (باقالی) und der frische Dill werden in den Reis geschichtet, wodurch das Gericht seine charakteristische Optik und sein frisches, leicht süßliches Aroma erhält. Es wird oft zu besonderen Anlässen zubereitet und ist in vielen persischen Restaurants ein beliebtes Gericht.

„Baghali“ heißt auf Persisch „Saubohne/Fava-Bohne“, „Polo“ bedeutet „Reis“. Der Name beschreibt also wörtlich „Bohnenreis“.

 

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Häufig gestellte Fragen zu Baghali Polo

Persischer Reis eignet sich am besten. Als Alternative bietet sich Basmatireis an, da er nach dem Kochen eine ähnliche Länge und lockere Textur entwickelt.
Damit Safran sein volles Aroma und seine intensive Farbe entfalten kann, eignet sich ein Aufguss besonders gut. Dafür werden die Fäden in einem kleinen Mörser fein zerstoßen und in ein Glas gegeben. Ein Eiswürfel kommt dazu und darf langsam schmelzen. Zum Schluss gießt man etwas heißes Wasser darüber. Der Temperaturschock durch das Schmelzen des Eises hilft dabei, die Farbe noch intensiver herauszulösen.
Baghali Polo wird traditionell mit Māhicheh (ماهیچه) serviert, was Lammkeule oder -haxe bedeutet. Das Lammfleisch wird dabei über mehrere Stunden langsam geschmort, bis es butterweich ist und fast vom Knochen fällt. Die Kombination aus dem aromatischen Reis mit den zarten Bohnen und dem saftigen Fleisch ist in der persischen Küche eine hoch angesehene Mahlzeit. Alternativ kann das Gericht auch mit Lammhals, geschmortem Hähnchen oder gebratenem Fisch serviert werden.
Das Geheimnis liegt im langsamen Schmoren. Dafür wird die Haxe zunächst mit Gewürzen mariniert und anschließend zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch angebraten. Ein Stück Butter verleiht zusätzliche Tiefe im Geschmack. Bei milder Hitze und geschlossenem Deckel schmort das Fleisch dann rund zwei Stunden, bis es zart ist. Wer weniger Zeit hat, kann auch den Schnellkochtopf verwenden und die Garzeit deutlich verkürzen.
Obwohl Māhicheh (ماهیچه), also Lammkeule oder -haxe, als besonders edle Begleitung zu Baghali Polo gilt, ist die Kombination mit Hähnchen oder Fisch ebenso verbreitet. Letztlich passt zum Reis das Fleisch, auf das man gerade Lust hat.
Ja, Baghali Polo lässt sich hervorragend vegetarisch genießen. In der persischen Küche gibt es hierfür mehrere traditionelle Varianten. Oft wird es als eigenständiges Gericht mit einem Spiegelei oder einer Art persischem Kräuteromelett, Kuku Sabzi (کوکو سبزی), serviert. Die Kombination aus den frischen Aromen des Reises mit dem herzhaften Ei macht es zu einer vollwertigen vegetarischen Alternative, die oft während der Fastenzeit oder einfach zur Abwechslung zubereitet wird.
Zuerst wird der Topfboden mit etwas Öl ausgelegt. Für einen klassischen Tahdig kommt dann eine dünne Schicht Lavash-Brot oder Kartoffelscheiben hinein. Darauf wird der Reis geschichtet. Damit sich eine gleichmäßig goldene und knusprige Kruste bildet, braucht es vor allem eine sanfte, gleichmäßige Hitze über längere Zeit beim Dämpfen.
Der Reis wird in der Mitte des Topfes zu einem kleinen Berg oder einer Kugel aufgeschichtet. Dadurch bleibt rundherum etwas Platz, sodass die Hitze besser zirkulieren kann. Mit dem Stiel eines Löffels sticht man anschließend mehrere Löcher in den Reis, die bis zum Topfboden reichen. Diese Kanäle leiten den aufsteigenden Dampf gleichmäßig durch die gesamte Reisschicht und verhindern, dass einzelne Bereiche zu weich oder klumpig werden.
Ein wichtiger Schritt ist das Einweichen in Salzwasser. Das Salz stärkt die Struktur der Körner und sorgt dafür, dass sie beim Kochen fest und locker bleiben. Außerdem sollte der Topfdeckel während des Dämpfens mit einem sauberen Küchentuch umhüllt werden. Das Tuch nimmt die Feuchtigkeit auf und verhindert, dass Kondenswasser zurück in den Reis tropft. So bleibt der Reis körnig und aromatisch, ohne matschig zu werden.
Frische Saubohnen (Baqali) sind ideal. Da sie aber nicht immer verfügbar sind, können gefrorene Bohnen eine gute Alternative sein. Sie werden direkt ohne vorheriges Einweichen verwendet. Wenn Sie getrocknete Saubohnen verwenden, weichen Sie diese vorher unbedingt einige Stunden in Wasser ein, damit sie beim Kochen ihre Form behalten.
Obwohl beide Gerichte dicke Bohnen (Baghali) enthalten, handelt es sich um völlig unterschiedliche Zubereitungen. Baghali Polo ist, wie der Name Polo (Reis) schon andeutet, ein Reisgericht. Hier werden dicke Bohnen und Dill mit gedämpftem Reis vermischt. Baghali Gatogh (باقالی قاتوق) hingegen ist ein Schmortopf aus der nordpersischen Provinz Gilan. Er besteht aus Bohnen, Knoblauch und Dill, die in einer sämigen Soße mit Eiern gekocht werden. Es wird oft als Beilage oder Hauptgericht mit weißem Reis (Chelo) serviert, hat aber eine ganz andere Konsistenz und ist eher eine Art Eintopf.

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