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| Lamm: | 200 g |
| Spalterbsen: | 70 g |
| Zwiebel: | 1 |
| Kartoffel: | 2 |
| Getrocknete Limetten: | 2 |
| Tomatenmark: | 2 EL |
| Safranlösung: | 2 EL |
| Öl: | 3 EL |
| Kurkuma: | 1 TL |
| Zimtstange: | 1 |
| Rosenwasser: | 1 EL |
| Salz: | 1 TL |
| Pfeffer: | 1 TL |
Zunächst werden die gelben Spalterbsen, auch Lappe (لپه) genannt, gründlich gewaschen und für etwa 2–3 Stunden in warmem Wasser eingeweicht. Dadurch werden sie leichter verdaulich und zerfallen beim Kochen nicht. Nach dem Einweichen das Wasser abgießen, die Spalterbsen in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Wasser zu kochen beginnt.
Tipp: Falls sich Schaum bildet, diesen mit einem Schaumlöffel abschöpfen. Sobald die Spalterbsen halb gar sind, das Wasser abgießen und die Spalterbsen beiseitestellen.
Was ist Lappe?
Lappe (لپه), die gelben Spalterbsen, sind ein wesentlicher Bestandteil des klassischen Gheymeh. Im Geschmack erinnern sie an Kichererbsen, sind jedoch etwas nussiger und verleihen dem Gericht seine charakteristische Textur. Sie lassen sich nicht einfach durch andere Linsen oder Hülsenfrüchte ersetzen, wenn man ein authentisches Gheymeh zubereiten möchte. Zum Glück sind Lappe heutzutage in den meisten Städten in Geschäften erhältlich, die persische Spezialitäten anbieten. Und wer weiß – vielleicht kennst du eine Iranerin oder einen Iraner in deinem Freundeskreis oder in der Nachbarschaft, die dir helfen können, Lappe zu besorgen!
Die Safranfäden in einem Mörser oder einer Gewürzmühle fein zermahlen. In eine Kanne oder ein Glas geben, ein Stück Eiswürfel hinzufügen und warten, bis er leicht geschmolzen ist. Anschließend etwas heißes Wasser dazugeben, um die Farbe intensiv zu aktivieren. Den Safran abgedeckt ziehen lassen.
Safran verleiht dem Gheymeh seine charakteristische goldrote Farbe und ein unverwechselbares Aroma. Für mehr Rezepte mit Safran kannst du einfach das Wort „Safran“ in die Suchleiste oben eingeben.Die Zwiebeln werden geschält, fein gewürfelt und in etwas Öl bei niedriger Hitze angeschwitzt, bis sie weich und glasig sind. Dann wird das Fleisch in kleine Würfel (ca. 2–3 cm) geschnitten – genau das, was der Name „Gheymeh“ beschreibt. Sobald die Zwiebeln weich sind, wird das Fleisch hinzugegeben und angebraten, bis es vollständig seine Farbe verändert hat. Danach Kurkuma und schwarzer Pfeffer hinzufügen und alles gut umrühren, damit die Gewürze vollständig in das Fleisch einziehen. Kurkuma mildert die intensiven Noten von Fleisch und Zwiebel und verleiht ihnen eine warme, goldene Farbe.
Für ein gelungenes Khoresh eignet sich Lammkeulenfleisch besonders gut. Das Fleisch der Lammkeule ist mager, wodurch es ideal für Schmorgerichte ist, da es auch bei langen Garzeiten seine Form behält und saftig bleibt. Alternativ passt auch Lammhaxe, die durch ihre leichte Marmorierung das Khoresh besonders geschmeidig und aromatisch macht. Beim Schmoren empfiehlt es sich, die Knochen am Fleisch zu belassen, da sie der Kräutersoße zusätzliche Tiefe und einen vollmundigen Geschmack verleihen.
Kann Gheymeh auch ohne Fleisch zubereitet werden?
Das ist nicht empfehlenswert, da das Fleisch eine entscheidende Rolle für den Geschmack und die Textur des Gerichts spielt. Traditionell wird Gheymeh mit Lammfleisch zubereitet, da es sich besonders gut für die lange Garzeit eignet und saftig bleibt. Andere Fleischsorten können bei der langen Zubereitung trocken werden und den Charakter des Gerichts verändern.
Für Vegetarier empfehlen wir, unsere Rezeptseite zu besuchen und die Filterfunktion zu nutzen. Dort finden sich viele persische vegetarische Gerichte, darunter auch vegetarische Khoresh-Varianten wie Shish Andaz. Wenn du das Gericht unbedingt vegetarisch zubereiten möchtest, kannst du versuchen, anstelle von Fleisch Champignons zu verwenden.
Die vorbereiteten Spalterbsen kommen in den Topf zum Fleisch und werden kurz mit angebraten. Danach so viel heißes Wasser hinzufügen, dass es die Zutaten etwa 3–4 cm überdeckt. Eine Zimtstange dazugeben und bei geschlossenem Deckel etwa 2 Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen.
Hinweis: Falls keine Zimtstange verfügbar ist, sollte man Zimtpulver nicht als Ersatz verwenden, da dies die schöne rote Farbe des Gheymeh verfälschen kann. Alternativ können auch 1–2 Kardamomkapseln verwendet werden, die in einem Teefilter hinzugegeben werden, damit sie später leicht entfernt werden können.Getrocknete Limetten, Limu Amani, verleihen dem Gheymeh seine charakteristische säuerliche Note. Diese werden halbiert, entkernt und direkt in den Topf gelegt. Falls keine Limu Amani verfügbar sind, kann ersatzweise frischer Limettensaft verwendet werden – für zwei Portionen etwa 1 EL.
In einer kleinen Pfanne wird etwas Öl erhitzt und das Tomatenmark darin etwa 5 Minuten angebraten, bis der rohe Geschmack verschwunden ist und die Farbe intensiver wird. Das angebratene Tomatenmark, Safran, Rosenwasser und Salz werden dann in den Topf gegeben. Alles gut umrühren und bei geschlossenem Deckel weitere 30–40 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis das Gheymeh die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
Tipp: Wenn frische Zutaten bevorzugt werden, kann Tomatenpüree anstelle von Tomatenmark verwendet werden. In diesem Fall sollte jedoch die Menge des hinzugefügten Wassers reduziert werden.Die Kartoffeln werden geschält und in dünne, gleichmäßige Stifte geschnitten. Diese werden für einige Minuten in eine Schüssel mit Eiswasser gelegt, um überschüssige Stärke zu entfernen. Anschließend die Kartoffeln gut abtropfen lassen und mit einem Küchenhandtuch trocknen. In einer Pfanne wird ausreichend Öl erhitzt und die Kartoffelstifte darin goldbraun frittiert.
Das Gheymeh wird in einer Schüssel angerichtet und mit den knusprigen, goldbraunen Kartoffeln garniert. Traditionell wird es mit Reis serviert, gerne begleitet von einem frischen Shirazi Salat und einem Glas Doogh, einem erfrischenden Joghurtgetränk. In unserem Blogbeitrag „10 Tipps für perfekten Reis“ gibt es hilfreiche Tipps zur Zubereitung von Reis auf persische Art.
Wenn du eine passende Beilage oder einen Nachtisch zu diesem Gericht suchst, wirf einen Blick auf unsere Rezeptliste und nutze die Filterfunktion, um schnell und einfach das passende Gericht zu finden.| Lamm: | 200 g |
| Spalterbsen: | 70 g |
| Zwiebel: | 1 |
| Kartoffel: | 2 |
| Getrocknete Limetten: | 2 |
| Tomatenmark: | 2 EL |
| Safranlösung: | 2 EL |
| Öl: | 3 EL |
| Kurkuma: | 1 TL |
| Zimtstange: | 1 |
| Rosenwasser: | 1 EL |
| Salz: | 1 TL |
| Pfeffer: | 1 TL |
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Du möchtest wissen, wo du dieses Gericht probieren kannst? Wir haben recherchiert und herausgefunden, welche Lokale dieses Gericht (oder eine Variante davon) auf ihrer Speisekarte führen.
Erwähne beim Bestellen Chef of Persia!
Gheymeh (قیمه), auch bekannt als Gheimeh oder Qeimeh, ist ein persisches Khoresh mit zartem, klein geschnittenem Fleisch, das in einer köstlichen Soße aus Tomaten und Gewürzen geschmort wird. Es gehört neben Ghorme Sabzi zu den am häufigsten gekochten Gerichten der persischen Küche und steht in fast allen persischen Restaurants auf der Speisekarte. Gheymeh ist nicht nur ein traditionelles Gericht, sondern auch ein wichtiger Bestandteil persischer Festkultur und wird oft bei Feierlichkeiten oder religiösen Zeremonien in großen Mengen zubereitet und gespendet.
Das Gericht zeichnet sich durch seine harmonische Kombination von Zutaten und Aromen aus. Neben Fleisch und Tomaten werden oft gelbe Spalterbsen (Lappe, لپه) verwendet, die dem Gericht eine leicht nussige Textur verleihen. Typische Gewürze wie Kurkuma, Zimt und Rosenwasser sorgen für eine besondere Geschmacksvielfalt. Ein weiteres unverkennbares Merkmal sind getrocknete Limetten (Limu Amani oder Loomi), die dem Gericht eine leichte säuerliche Note hinzufügen. Und die wunderschöne goldrote Farbe des Gerichts kommt von Safran, einem der edelsten Gewürze der persischen Küche.
Gheymeh ist in ganz Iran verbreitet und wird in mehr als 20 verschiedenen Varianten zubereitet, je nach Region und Tradition. Beispiele dafür sind Pitchaq Ghimeh aus Ardebil oder Gheymeh Nesar aus Ghazvin. Es gibt ein klassisches Gheymeh, das hier vorgestellt wurde. Gheymeh Sibzamini ist die Variante, bei der das Gericht mit frittierten Kartoffelstiften garniert wird. Eine weitere Version des klassischen Gheymeh verwendet Auberginen als Topping und wird Gheymeh Bademjan genannt. Beide Gerichte teilen die gleiche Basis, doch die unterschiedlichen Garnituren verleihen ihnen jeweils ihren eigenen Charakter.
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